BlogMapsGISKontakt

WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung (2. Teil)

In einem Post vor zwei Monaten hatte ich auf einige bestehende Angebote der Bundesverwaltung im Bereich Webmapping hingewiesen. Es hat sich gezeigt, dass der Bund neben den damals von mir erwähnten Diensten noch einige andere anbietet. Das Problem dabei ist einfach, dass nirgends eine Auflistung all dieser Dienste vorhanden ist. Der Zugang zu diesen Diensten ist daher nur via die Internetseite der zuständigen Fachstelle oder Bundesamtes möglich. Das mag ja für spezifische Interessenten genügen, aber um damit ein breiteres Publikum zu gewinnen (und das ist ja wahrscheinlich beabsichtigt, denn die Dienste wurden für viel Geld entwickelt und eine entsprechende Infrastruktur aufgestellt.), ist es völlig ungeeignet. Die Bundesverwaltung benötigt daher dringend eine Art Portal, in dem alle diese Dienste zusammengefasst sind. Beispiele für solche Portale sind in Deutschland das Geoportal.Bund und in Österreich Geoland.at. Dort werden Dienste verschiedenster Herkunft zusammengefasst und in einem einzigen Viewer angeboten. Die Schweizer Bundesverwaltung ist davon allerdings noch Lichtjahre entfernt. Denn um die verschiedenen Dienste in einem Portal bündeln zu können, ist eine Vernetzung via WMS-Protokoll notwendig. Aber: Keiner dieser Dienste bietet seine Daten auch per WMS an! Wahrscheinlich gibt es in der Bundesverwaltung nicht einen einzigen öffentlichen WMS-Server, obwohl der WMS-Standard mittlerweile ausgereift und etabliert ist!

In den Konzepten von KOGIS und e-geo.ch wird seit Jahren vollmundig von Vernetzung, Austausch und effizienter Nutzung von Geodaten gesprochen, aber für den Endanwender -- sei es in der Privatwirtschaft, sei es innerhalb der Bundesverwaltung, sei es zuhause -- hat sich bis jetzt so gut wie gar nichts getan. Das mindeste wäre doch eine Liste, auf der alle Webmapping-Dienste der Bundesverwaltung (ganz zu schweigen von denen der Kantone oder Gemeinden, die ja auch zu einer Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI) gehören) eingetragen werden, wie sie z.B. hier zu finden ist. Doch davon ist weder auf den Internetseiten von KOGIS noch auf denen von e-geo etwas zu sehen!

Zurecht fliesst z.Zt. viel Geld in den Aufbau der NGDI und es ist auch klar, dass das ein komplexer Prozess ist, der nicht von heute auf morgen realisiert werden kann. Aber fast vier Jahre nach dem Bundesratsbeschluss zum Aufbau der NGDI, würde ich erwarten, dass neben vielen Konzepten und Gesetzen auch mal etwas praktisches und anwendbares zu sehen ist. Etwas, das auch ein Benutzer ohne GIS- oder Geokenntnisse benutzen und vor allem auch davon profitieren kann...
Ähnliche Beiträge:
WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung
Liste der WebGIS-Anwendungen des Bundes
Geoportal des Kantons Bern
1. UNIGIS-Tag Schweiz
Bundes-WMS
Comments (0)  Permalink

WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung

Mittlerweile verfügt der Bund über eine gewisse Anzahl an WebMapping-Applikationen (ecoGIS, swisstopo-Geodatenviewer, Erdbebenkarte etc.) und nun auch das IVS. All diese Applikationen sind wild in den Internetauftritten der Bundesverwaltung verstreut. Wäre es nicht sinnvoll, an einer zentralen Stelle (z.B. bei KOGIS) zumindest eine Liste all dieser Applikationen zu führen? Von einem Geoportal mit vernetzten Geodaten und föderierten WMS- und WFS-Diensten wage ich gar nicht zu träumen. Obwohl dies in Deutschland und Österreich schon seit längerem möglich ist!
Ähnliche Beiträge:
WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung (2. Teil)
Liste der WebGIS-Anwendungen des Bundes
Geoportal des Kantons Bern
1. UNIGIS-Tag Schweiz
Bundes-WMS
Comments (0)  Permalink

Räumliche Informationen der Stadt Biel

Im ersten UNIGIS-Modul ging es in einer Teilaufgabe darum abzuklären, welche räumlichen Informationen meine Wohngemeinde im Internet anbietet. Meine Resultate:

Ich wohne in der Stadt Biel, mit etwas weniger als 50'000 Einwohnern die zehntgrösste Stadt der Schweiz. Zwar ist die Homepage übersichtlich und ansprechend gestaltet, aber das Angebot an räumlichen Informationen, die online verfügbar sind, ist sehr bescheiden. Zum einen wäre da der Liniennetzplan der Verkehrsbetriebe Biel. Dieser Plan liegt als einfacher PDF-Plan vor und kann somit nur ausgedruckt und betrachtet werden. Weitergehende Abfragen sind damit nicht möglich. Zum anderen existiert noch ein elektronischer Stadtplan (ein Produkt der Firma Miplan). Dieser Stadtplan bietet nun doch etwas mehr Funktionalität: z.B. die Suche nach Adressen, Points of Interest und nach Firmen (hier stellt sich die Frage, ob hier alle Firmen erwähnt sind, oder nur diejenigen, die für den Eintrag bezahlt haben). Desweiteren gibt es die üblichen Zoom-Funktionen sowie eine Möglichkeit zum Ausdrucken und Versenden der Karten. Weitere Layer, die für die Öffentlichkeit vielleicht auch interessant wären (z.B. Bauzonen, Baustellen...), sind nicht verfügbar. Dieser Stadtplan ist aber auch schon das höchste der Gefühle in Sachen räumliche Informationen der Stadt Biel, weitere Angebote sind auf der Homepage der Stadt nicht zu finden. Praktisch dasselbe Angebot habe ich aber auch auf der Seite von map.search.ch. Hier allerdings für die ganze Schweiz mit Luftbildern, etlichen interessanten Zusatzfunktionen (integrierte Fahrpläne) und einem um Klassen besseren Interface. Der Bieler Stadtplan in dieser Form ist im Prinzip überflüssig.

In meinen Augen eine eher triste Bilanz. Die Stadt hat zwar mit dem Stadtplan das absolute Minimum erfüllt, lässt aber das enorme Potenzial von Angeboten, die in Richtung WebGIS gehen, aus. Hier würde ich mir in Zukunft eine Verbesserung wünschen.
Ähnliche Beiträge:
Bundes-WMS
Master Thesis
Liste der WebGIS-Anwendungen des Bundes
Geoportal des Kantons Bern
UNIGIS Master Thesis Workshop
Comments (0)  Permalink
1-3/3