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Wahlkartographie mit SVG

Als alter SVG-Anhänger hat es mich gefreut und gleichzeitig auch ein bisschen erstaunt, dass die Resultatkarten von SF DRS und Radio DRS für die Schweizer Parlamentswahlen vom 21. Oktober mit SVG umgesetzt wurden. Die Karten wurden übrigens von der Firma Microgis entwickelt. Das ist eine willkommene Abwechslung zum üblichen Flash-Einheitsbrei.
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Basisendpunkt der Landesvermessung in Sugiez

Vor einem guten Jahr habe ich den einen Endpunkt der ersten Basislinie der Schweizer Landesvermessung in Gimmiz besucht. Der andere Endpunkt der Basislinie liegt etwas weiter westlich in der Nähe von Sugiez. Jetzt habe ich es endlich mit dem Velo dorthin geschafft und konnte mir auch diesen Punkt anschauen. Er ist weniger spektakulär als der in Gimmiz, wurde aber letztes Jahr auch renoviert und hergerichtet, so dass er nun auch eine Infotafel hat. Die Bilder dazu sind bei Flickr zu finden.
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1. UNIGIS-Tag Schweiz

Letzten Freitag fand an der HSR in Rapperswil der erste UNIGIS-Tag Schweiz statt. Als aktiver UNIGIS-Student habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und bin ebenfalls nach Rapperswil gepilgert. Immerhin ca. 30 andere Teilnehmer hatten die gleiche Idee. Der UNIGIS-Tag hatte im Rückblick zwei wichtige Aspekte für mich.
Einerseits waren da die Fachvorträge von verschiedenen Referenten aus Forschung, Verwaltung und Privatwirtschaft. Diese waren durchaus interessant und zeigten gewisse Trends und Aspekte auf, die in Zukunft in der Geoinformatik eine grosse Rolle spielen werden. So z.B. die Verlagerung von GIS-Funktionalität auf den Server (Kommunikation via Browser) oder auch die Integration von GIS-Funktionalität in bestehende Prozesse und Strukturen. Geodaten sind damit keine spezielle Art von Daten sondern eher ganz normale Daten, die auch einen Raumbezug aufweisen.
Andererseits bot der UNIGIS-Tag natürlich auch die Möglichkeit zum Knüpfen und Pflegen von Kontakten, auf neudeutsch Networking. Auch diese Gelegenheit habe ich sehr geschätzt. Ich hatte auch das Gefühl, dass bei diesem Treffen für einmal nicht das gleiche Publikum wie bei den etablierten Schweizer GIS-Treffen (Spirgarten-Treffen, Ouchy-Treffen etc.) anwesend war, sondern viele andere nicht minder interessante Leute. Daher glaube ich auch, dass ein solcher UNIGIS-Tag auch eine Zukunft haben kann.
Am Schluss der Veranstaltung wurde auch noch kurz andiskutiert, welche Rolle die HSR bzw. deren GISpunkt in Zusammenarbeit mit UNIGIS Salzburg einnehmen soll/kann. Dem was auf der GISpunkt-Homepage als Dienstleistungen erwähnt wird, kann ich mich voll und ganz anschliessen. Am interessantesten für mich ist einerseits der UNIGIS-Tag selbst und andererseits das Angebot an GIS-Seminaren/Workshops, die im Rahmen von UNIGIS als optionale Module anrechenbar sind. Ich bin mir sicher, dass eine UNIGIS-Anlaufstelle in der Schweiz ein wichtiges und nützliches Angebot für alle aktuellen und zukünftigen UNIGIS-Studenten sein wird.

[Update: Auf der Internetseite des GISpunkts HSR ist nun auch eine ausführlichere Zusammenfassung des UNIGIS-Tages nachzulesen]
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Gemeindegrenzen der Schweiz - Teil 2

In einem früheren Post hatte ich beklagt, dass in der Schweiz kein einfacher und kostenloser Datensatz der Gemeindegrenzen existiert. Das Bundesamt für Statistik hat dies nun geändert und bietet auf seiner Webseite ein Set an kostenlosen Basisdatensätzen an. Darin beeinhaltet sind Gemeinde-, Bezirks-, Kantons- und Landesgrenzen sowie die grössten Seen. Alles in allem ein tolles Angebot und ein Schritt in die richtige Richtung. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass diese Daten nicht für kommerzielle Zwecke benutzt werden dürfen.
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WMS-Server in der Schweiz - Teil 4

Der Kanton Solothurn ist dafür bekannt, im GIS-Bereich ganz auf Open Source zu setzen. Im WebGIS-Bereich wird z.B. auf Mapserver gesetzt. Da ist natürlich der Weg zu einem WMS-Angebot (zumindest technisch) nicht weit. Daher erstaunt es auch nicht, dass das WMS-Angebot des Kantons in vorbildlicherweise dokumentiert ist. Bemerkenswert ist auch die grosse Anzahl an verfügbaren Ebenen. Und auch die rechtliche Seite wird in den Lizenzbedingungen einfach und verständlich abgehandelt. Zudem ist der Datenbezug kostenlos. Ich glaube, dass sich ein Kanton mit einer solchen kostenlosen, unkomplizierten und gut dokumentierten Datenabgabe per WMS erstens ein positives Image schafft, zweitens einiges an Arbeit einspart (viele Anfragen werden damit automatisch beantwortet) und drittens keine Unmengen von Ressourcen für komplizierte Konzepte und Implementierungen in Bereichen wie Online-Tarifierung- und Authentifizierung einsetzen muss. Als Benutzer und Anwender freue ich mich über solche unkomplizierten Angebote. Eigentlich sollte es ein schweizweites Verzeichnis von solchen WMS-Angeboten (bei KOGIS? bei e-geo.ch? bei der KKGEO?) geben, damit der Vergleich zwischen den Kantonen gemacht werden kann.
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Geoforum Spirgarten 2007

Das Geoforum Spirgarten ist in der Schweizer Geoinformations-Szene ein fester Termin, an dem ich bis jetzt jedoch noch nie teilgenommen hatte. Dieses Jahr war es aber soweit.
Meine Hauptmotivation, an dieses Treffen zu gehen, war jedoch der angekündigte Vortrag von Jo Walsh. Ihr Name war mir schon des öfteren in der Blogosphäre und auf verschiedenen Mailinglisten (z.B. OSGEO oder geowanking) begegnet und ihre Beiträge waren in der Regel äusserst interessant und auch provokativ. Ihr Vortrag ging vom Thema INSPIRE-Direktive aus, die ja Ende letzten Jahres verabschiedet wurde und deren Implementierungsregeln nun definiert werden. Die Hauptkritik von Jo Walsh an dieser Direktive bezog sich auf deren Aussagen, die z.T. so vage und schwammig formuliert sind (wahrscheinlich auch aus politischen Gründen), dass (zu)viel hineininterpretiert werden kann. Daher sollte man vor INSPIRE sicher "keine Angst haben". Der Vortrag legte nach diesen Betrachtungen zu INSPIRE den Fokus auf die Open Source-Welt, die mit der OSGEO-Foundation seit etwas mehr als einem Jahr eine wichtige Institution hat. Jo Walsh stellte eine ganze Reihe von FOSS-Software und -Projekten vor, die mittlerweile eine erstaunliche Breite an Funktionaliäten aufweisen und auch Anforderungen von INSPIRE locker erfüllen (z.B. Geonetworks im Bereich der Metadaten). Für mich wurde damit einmal mehr klar, dass Software und eben auch Standards, die aus User-Communities (Grassroots-Ansatz) -- also aufgrund "echter" Bedürfnisse -- entstanden sind, deutlich mehr Potenzial und Übersichtlichkeit bieten als irgendwelche hochtrabende und komplexe Konzepte (Stichwort SOA). Alles in allem ein sehr interessanter und lohnenswerter Vortrag.

Die zweite Hälfte des Programms war dann dem Thema INTERLIS gewidmet, wobei zunächst der aktuelle Stand (INTERLIS 2.3) berichtet wurde und anschliessend verschiedene Anbieter Gelegenheit hatten, ihre Produkte vorzustellen. Dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen: Einerseits haben mehrere Firmen (z.B. INSER und infoGrips) mittlerweile neben herkömmlicher Software auch Online-Dienste im Angebot, mit denen INTERLIS-Daten online geprüft und transformiert werden können. Andererseits ist mir die FDO-Technologie von Autodesk aufgefallen. Ich hatte bereits früher davon gehört, als Autodesk ihr Mapguide und eben diese FDO-Technologie als OpenSource-Software freigegeben haben, mich aber nicht weiter dafür interessiert. FDO ist eine API, mit der verschiedenste Geo-Formate -- von Datenbanken über Shapefiles bis INTERLIS-Dateien -- angesprochen und ausgelesen werden können. Das tönt sehr vielversprechend und ich werde mir das nächstens genauer anschauen.

Alles in allem hat sich der Ausflug nach Zürich sicherlich gelohnt. Die Folien der verschiedenen Vorträge können zu gegebener Zeit auf der INTERLIS-Homepage heruntergeladen werden.

Das Forum endete mit dem Aufruf von Stefan Keller, darüber zu bloggen. Dem wurde hiermit Rechnung getragen :-)
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Gemeindegrenzen der Schweiz

Die Auswahl an freien Geodaten ist in der Schweiz ja bekanntermassen recht gering. Der grösste Geodatenanbieter swisstopo bietet nur ein ganz kleines Sortiment an kostenlosen Geodaten an. Darunter finden sich einige wenige Übersichtskarten, ein Shaded Relief, Testdaten der DHM, ein 500m Landsat-Mosaik und die Gemeindeschwerpunkte. Fazit: ziemlich mager!
Besonders ist mir aufgefallen, dass nur die Gemeindeschwerpunkte und nicht etwa die Gemeindegrenzen angeboten werden. Wäre es wirklich zuviel verlangt, zusätzlich dazu eine stark generalisierte Variante der Gemeindegrenzen (und damit auch der Bezirks und Kantonsgrenzen) anzubieten?
Ist man trotzdem an Gemeindegrenzen interessiert, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als diese bei swisstopo für 110.- zu erwerben oder sich mit Thiessen-Polygonen basierend auf den Gemeindeschwerpunkten zu behelfen, was dann in etwa so aussieht:

Das ganze ist hier auch als Shapefile downloadbar.
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GeoIG im Parlament

Das Geoinformationsgesetz (GeoIG) ist letzten Dienstag im Nationalrat behandelt und verabschiedet worden. Die Debatte war kurz und schmerzlos und das Abstimmungsergebnis mehr als deutlich (156 Ja- gegen 3 Nein-Stimmen). Dies war nicht anders zu erwarten gewesen, war doch das Geschäft in der Behandlungskategorie III (Reduzierte Debatte) eingestuft worden und hat das Geschäft ausserhalb der Geoinformationswelt so gut wie keine Wellen geschlagen.

Mir ist nur aufgefallen wie sich die Wahrnehmung dieses Gesetzes unterscheiden kann. Ich als Teil dieser Geoinformationswelt sehe dieses Gesetz als notwendige Grundlage für die zukünftigen Entwicklungen in der Geoinformationsszene und für mich stehen Schlagworte wie Modellierung, Harmonisierung, Tarifierung, Datenaustausch, Geodienste etc. im Vordergrund. Wenn man sich das Wortprotokoll ansieht, dann ist zu bemerken, dass die Punkte, die von den Nationalräten diskutiert wurden, ganz andere sind. Dort ging es um das Geometer-Register, die toponymischen Richtlinien und den Datenschutz. All diese Punkte standen für mich persönlich nicht im Zentrum des Gesetzes. Aber das ist wahrscheinlich nur ein Beweis dafür, dass meine Sicht auf das Gesetz eine sehr fachspezifische ist, wogegen die Sicht der Nationalräte eine sehr allgemeine ist, die sich -- zurecht -- nicht mit zu vielen technischen Details befassen will.

Das GeoIG muss nun natürlich noch in den Ständerat. Das wird wahrscheinlich in der Sommersession geschehen, so dass das Gesetz wahrscheinlich 2008 in Kraft treten wird.
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WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung (2. Teil)

In einem Post vor zwei Monaten hatte ich auf einige bestehende Angebote der Bundesverwaltung im Bereich Webmapping hingewiesen. Es hat sich gezeigt, dass der Bund neben den damals von mir erwähnten Diensten noch einige andere anbietet. Das Problem dabei ist einfach, dass nirgends eine Auflistung all dieser Dienste vorhanden ist. Der Zugang zu diesen Diensten ist daher nur via die Internetseite der zuständigen Fachstelle oder Bundesamtes möglich. Das mag ja für spezifische Interessenten genügen, aber um damit ein breiteres Publikum zu gewinnen (und das ist ja wahrscheinlich beabsichtigt, denn die Dienste wurden für viel Geld entwickelt und eine entsprechende Infrastruktur aufgestellt.), ist es völlig ungeeignet. Die Bundesverwaltung benötigt daher dringend eine Art Portal, in dem alle diese Dienste zusammengefasst sind. Beispiele für solche Portale sind in Deutschland das Geoportal.Bund und in Österreich Geoland.at. Dort werden Dienste verschiedenster Herkunft zusammengefasst und in einem einzigen Viewer angeboten. Die Schweizer Bundesverwaltung ist davon allerdings noch Lichtjahre entfernt. Denn um die verschiedenen Dienste in einem Portal bündeln zu können, ist eine Vernetzung via WMS-Protokoll notwendig. Aber: Keiner dieser Dienste bietet seine Daten auch per WMS an! Wahrscheinlich gibt es in der Bundesverwaltung nicht einen einzigen öffentlichen WMS-Server, obwohl der WMS-Standard mittlerweile ausgereift und etabliert ist!

In den Konzepten von KOGIS und e-geo.ch wird seit Jahren vollmundig von Vernetzung, Austausch und effizienter Nutzung von Geodaten gesprochen, aber für den Endanwender -- sei es in der Privatwirtschaft, sei es innerhalb der Bundesverwaltung, sei es zuhause -- hat sich bis jetzt so gut wie gar nichts getan. Das mindeste wäre doch eine Liste, auf der alle Webmapping-Dienste der Bundesverwaltung (ganz zu schweigen von denen der Kantone oder Gemeinden, die ja auch zu einer Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI) gehören) eingetragen werden, wie sie z.B. hier zu finden ist. Doch davon ist weder auf den Internetseiten von KOGIS noch auf denen von e-geo etwas zu sehen!

Zurecht fliesst z.Zt. viel Geld in den Aufbau der NGDI und es ist auch klar, dass das ein komplexer Prozess ist, der nicht von heute auf morgen realisiert werden kann. Aber fast vier Jahre nach dem Bundesratsbeschluss zum Aufbau der NGDI, würde ich erwarten, dass neben vielen Konzepten und Gesetzen auch mal etwas praktisches und anwendbares zu sehen ist. Etwas, das auch ein Benutzer ohne GIS- oder Geokenntnisse benutzen und vor allem auch davon profitieren kann...
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Google Earth-Update für die Schweiz

Lange mussten Schweizer Google Earth-Benutzer darauf warten, nun ist es Tatsache. Endlich ist auch die ganze Schweiz mit hochaufgelöstem Bildmaterial abgedeckt. Damit sind sogar Eiger, Mönch und Jungfrau einigermassen zu erkennen:

Weitere Infos zum Update gibt es in der Google Earth Community.
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