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UNIGIS Master Thesis Workshop

Ende September war ich nun schon zum vierten Mal in Salzburg, um einen UNIGIS-Anlass zu besuchen. Dieses Mal waren es keine Studientage sondern der Master Thesis Workshop. Im Zentrum standen diesmal wir Studenten. Jeder Teilnehmer hielt einen kurzen Vortrag über seine Master Thesis mit anschliessender Diskussion. Ich habe dieses Vorgehen sehr geschätzt, hat es mir doch erlaubt, die Themen der anderen Studenten genauer kennenzulernen. Dabei fand ich die Bandbreite der Themen sehr interessant und faszinierend. Allein diese Tatsache war den Besuch wert und ausserdem konnte ich mir doch noch den einen oder anderen Input für meine Arbeit holen. Auch das Wiedersehen der Mitstudenten (inkl. Einlösen von Freibierversprechen) hat Spass gemacht.
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AGIT 2007

Im Anschluss an die Summer School habe ich auch gleich noch die ebenfalls in Salzburg stattfindende AGIT 07 besucht. Dies war meine allererste Teilnahme dort und ich habe vorwiegend positive Eindrücke erhalten. Die AGIT ist mehr als nur ein Symposium, in dem Fachvorträge gehalten werden, obwohl dies natürlich der wichtigste Punkt ist. Das Vortragsprogramm ist ausserordentlich vielfältig und verläuft in mehreren parallelen Tracks, so dass es mir das eine oder andere Mal schwerfiel, eine Entscheidung zu treffen. Neben diesen Sessions bietet die AGIT aber auch noch eine Expo, Workshops, Posterausstellung und auch etliche "Social Events".

Aufgefallen ist mir, dass das Thema INSPIRE in zahlreichen Vorträgen und Workshops vor allem von Referenten aus dem Verwaltungsbereich eine zentrale Stelle einnahm. Es ist damit zu rechnen, dass diese Richtlinie auch in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Und dies obwohl die konkreten Ausführungsbestimmungen noch gar nicht fertig sind und zudem z.T. sehr lange Übergangsfristen gelten (bis 2019). Und es ist ebenfalls nicht schwierig vorauszusehen, dass sich die Schweiz, obwohl sie kein EU-Mitglied ist, auch intensiv mit diesem Thema befassen wird. Die KOGIS hat dies mit der am 1. Juni durchgeführten INSPIRE-Tagung bewiesen.

Ein kleines Highlight für mich war der Stand der OSGEO-Foundation. In sehr professioneller Weise wurden dort die diversen Projekte der Foundation vorgestellt. Ein wichtiger Input war auch die Idee von Arnulf Christl (Board of Directors der OSGEO-Foundation), dass die öffentlichen Verwaltungen in Zukunft aufpassen müssen, dass sie nicht zuviel Geoinformations-Knowhow aufgrund diverser Sparbemühungen verlieren. Denn dieses Knowhow ist von zentraler Bedeutung beim Aufbau von Geodateninfrastrukturen. Ebenfalls sehr interessant war sein Vorschlag betreffend Geodaten, den er auch in einem Vortrag anlässlich des Open Source Days ausführte. Christl schlägt vor, dass viele der bisher öffentlich hergestellten Geodaten (z.B. amtliche Vermessung o.ä.) nicht mehr vom Staat nachgeführt werden sollen, sondern von denjenigen Institutionen, Firmen oder Privaten, die dafür verantwortlich sind, dass überhaupt eine Änderung an den Geodaten nötig wird. Wenn jemand z.B. ein Haus baut, sollte er dann für die daraus entstehenden Änderungen an den verschiedenen Geodaten aufkommen. Dies tönt durchaus plausibel, da es heutzutage ja kaum noch raumverändernde Projekte und Prozesse gibt, die nicht ohnehin schon genauestens vermessen und in Form von Geodaten bekannt sind. Es ginge nur noch darum, diese Daten in die GDI einzuspielen. Die Aufgabe des Staates wäre es dann noch, diesen Prozess zu kontrollieren und per Richtlinien die Qualität der Daten zu garantieren. Kurz gesagt möchte Christl das schon in anderen Politikbereichen etablierte Verursacherprinzip auch im Bereich der Geodaten einführen. Ich hatte vorher noch nichts von einer solchen Idee gehört, ganz spontan leuchtet mir allerdings die Argumentation durchaus ein. Sicherlich eine interessante Idee, die ich weiter verfolgen werde.

Wie schon die Summer School war auch die AGIT eine gute Gelegenheit, mit anderen GIS-Experten ins Gespräch zu kommen. Insgesamt habe ich trotz einiger mentaler Ermüdungserscheinungen nach der intensiven Summer School die AGIT als eine sehr vielfältige, gut organisierte und sympathische Veranstaltung empfunden und ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich dafür wieder mal nach Salzburg gehen werde.

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2. UNIGIS-Studientage in Salzburg

Die letzten drei Tage standen bei mir wieder mal ganz im Zeichen von UNIGIS. Wie schon die ersten Studientage fanden diese Tage in Salzburg statt. Versank die Stadt im Januar noch im Schnee, hatte ich dieses Mal nicht den Eindruck, dass es schon Ende November ist. Temperaturen wie im Herbst und sonniges Wetter liessen schon fast frühlingshafte Gefühle aufkommen. Nichtsdestotrotz mussten wir die zweieinhalb Tage natürlich drinnen bestreiten. Inhaltlich drehte sich vieles um die Gruppenarbeit und um die Diplomarbeit.

Um die Gruppenarbeit musste ich mir weniger Gedanken machen, da unser Projektteam sich schon vorher gefunden hatte. Daher nutzten wir die Gelegenheit und hielten auch gleich eine erste 'Kickoff'-Sitzung ab, an der wir das Thema etwas präzisierten und das weitere Vorgehen besprachen. Der eigentliche Starttermin ist dann aber erst Mitte Januar, nach Beendigung des aktuellen Interoperability-Moduls. Bis dahin werde ich mir mal die Developer-Dokumentation von ArcGIS 9.2 besorgen und den Server-Teil schon mal etwas studieren.

Ein ganzer Nachmittag war dem Thema Gruppenarbeit gewidmet. Ein grosser Teil der Zeit ging dabei für die Vorstellung der Themenvorschläge drauf. Meiner Meinung nach hätten wir uns das ersparen können, da die Vorschläge bereits schriftlich vorlagen und studiert werden konnten. Ich denke, es wäre sinnvoller gewesen, die Zeit für die Diskussion, für Nachfragen und Gruppenbildung zu investieren. Die Vorstellung der zwölf Themenvorschläge hatte sich nämlich ziemlich in die Länge gezogen und meine Aufnahmefähigkeit war am Schluss dann schon ziemlich eingeschränkt.

Der zweite Schwerpunkt lag auf der Diplomarbeit. Bisher hatte ich mich damit noch überhaupt nicht beschäftigt. Nun hat sich gezeigt, dass ein erster Themenvorschlag bereits anfang März vorliegen sollte. Daher muss ich mir -- wahrscheinlich über Weihnachten -- bald mal ein paar Gedanken dazu machen. Ein Vortrag an den Studientagen drehte sich ganz um die Anfordernisse an eine solche Arbeit. Anhand eines Muster-Inhaltsverzeichnisses wurden alle Punkte einer Arbeit vorgestellt und diskutiert. Dieser Vortrag war sehr sinnvoll und hat mir sehr viel Klarheit gebracht, so dass ich von der formalen Seite her eigentlich gut gerüstet bin. Desweiteren gab es noch einen Vortrag eines UNIGIS-Absolventen, der seine Arbeit vorgestellt hat. Hier hätte mir gewünscht, dass sich der Vortragende nicht so sehr auf die thematisch/fachlichen Ergebnisse seiner Arbeit konzentrierte sondern auf seine Erfahrungen beim Erarbeiten des Themas. Sozusagen die Weitergabe von 'Lessons Learned' und anderen Hinweisen Tips und Tricks.

Zwischen diesen Programmpunkten wurden einige Fachvorträge aus verschiedensten Branchen angeboten (von externen Personen und von uns Studierenden). Diese Vorträge waren generell ziemlich interessant und haben mir wieder mal den Blick auf andere Anwendungsbereiche von GIS geöffnet. Sehr interessant fand ich den Einführungsvortrag zum Interoperability-Modul. Dadurch wurde der Rahmen für dieses Modul abgesteckt und -- jedenfalls bei mir -- Interesse geweckt und Motivation geschaffen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich mich im Rahmen der Diplomarbeit in diesem Bereich bewegen werde.

Aus meiner Sicht das wichtigste an diesen Studientagen war aber die Tatsache, dass sich wieder mal (fast) alle getroffen haben. Trotz Chat, Skype und E-Mail ist der persönliche Kontakt immer noch deutlich direkter und intensiver. Es konnte über vergangene Module diskutiert und vielleicht auch etwas gelästert werden. Aber es gibt natürlich auch noch viele Themen jenseits von GIS und UNIGIS, die bei Bier (auch alkoholfreiem) und Glühwein diskutiert werden können. Jedenfalls gehe ich nun mit erneuerter Motivation und viel Drive in die zweite -- und sehr wahrscheinlich happigere -- Hälfte des Studiums.
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