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WMS-Server in der Schweiz - Teil 4

Der Kanton Solothurn ist dafür bekannt, im GIS-Bereich ganz auf Open Source zu setzen. Im WebGIS-Bereich wird z.B. auf Mapserver gesetzt. Da ist natürlich der Weg zu einem WMS-Angebot (zumindest technisch) nicht weit. Daher erstaunt es auch nicht, dass das WMS-Angebot des Kantons in vorbildlicherweise dokumentiert ist. Bemerkenswert ist auch die grosse Anzahl an verfügbaren Ebenen. Und auch die rechtliche Seite wird in den Lizenzbedingungen einfach und verständlich abgehandelt. Zudem ist der Datenbezug kostenlos. Ich glaube, dass sich ein Kanton mit einer solchen kostenlosen, unkomplizierten und gut dokumentierten Datenabgabe per WMS erstens ein positives Image schafft, zweitens einiges an Arbeit einspart (viele Anfragen werden damit automatisch beantwortet) und drittens keine Unmengen von Ressourcen für komplizierte Konzepte und Implementierungen in Bereichen wie Online-Tarifierung- und Authentifizierung einsetzen muss. Als Benutzer und Anwender freue ich mich über solche unkomplizierten Angebote. Eigentlich sollte es ein schweizweites Verzeichnis von solchen WMS-Angeboten (bei KOGIS? bei e-geo.ch? bei der KKGEO?) geben, damit der Vergleich zwischen den Kantonen gemacht werden kann.
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Potsdamer OWS-Security Workshop

Ein bisher nur unbefriedigend gelöstes Problem im Bereich Webservices und GIS ist das der Sicherheit. Zwar existieren etliche OGC-Standards wie z.B. WMS oder WFS. Doch darüber wie diese Dienste gesichert und mit einer Authentifizierung versehen werden können, herrscht noch keine Einigkeit. Ende Februar fand nun zu genau diesem Thema in Potsdam ein Workshop statt, der von GDI Berlin/Brandenburg organisiert worden war. Die Präsentationen, die im Laufe des Workshops gehalten wurden, sind nun im Internet abrufbar und vermitteln einen sehr wertvollen Eindruck davon, wie dieses Thema angegangen und umgesetzt werden kann. Eine sehr lohnenswerte Lektüre.
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UNIGIS-Modul 6: GIS-Interoperabilität

Mit der Abgabe der Lösungen zu Modul 6 habe ich von der Studienzeit (wahrscheinlich nicht vom Aufwand) her gesehen die Halbzeit erreicht. Thema dieses Moduls war die GIS-Interoperabilität. Ein Thema, das mich schon zuvor sehr interessiert und begeistert hat und das ist nach Absolvieren des Moduls immer noch so.
Im Rückblick kann ich sagen, dass dies aber auch das bisher anspruchsvollste und aufwendigste Modul war. Die Interoperabilitätswelt (nicht nur die im GIS-Bereich) ist sehr komplex. Dies hat in jüngster Zeit sicherlich auch dazu geführt, dass sich alternative Standards wie z.B. REST, GeoRSS, KML etc.
Auch im GIS-Bereich existiert eine ganze Menge an Konzepten und Standards, die sich mit Interoperabilität befassen. Die meisten stammen vom Open Geospatial Consortium (OGC), dessen Internetseite ich im Laufe des Moduls nicht wenige Male besucht habe. Behandelt wurden alle wichtigen Spezifikationen wie GML, WFS, WMS, SFS etc. Während ich z.B. den noch 'relativ' einfachen WMS-Standard (Webmapping) schon vorher gut gekannt hatte, konnte ich mich nun auch erstmals etwas vertiefter mit GML und auch WFS befassen. Zwei Standards, die für mich bisher als ungeheuer komplex galten. Doch das eingehende Befassen mit den Standards hat mir gezeigt, dass die Modularität von GML auch relativ einfache Schemas ermöglicht und damit durchaus anwendbar wird.
Nicht nur die Ebene der Standards wurde angesprochen sondern auch die Ebene der Implementierung, vorwiegend am Beispiel der (nationalen) Geodaten-Infrastrukturen (N)GDI. Hier hat sich bestätigt, was ich auch schon durch meine Arbeit im BAFU beobachtet habe. In der Schweiz existieren zwar sehr viele Arbeitsgruppen, Konzepte, Berichte und sogar ein Gesetzesentwurf zum Thema GDI, mehr vielleicht als im Ausland. Aber an Implementierungen mangelt es noch sehr stark. In Deutschland wie in Österreich existieren bereits vernetzte Geoportale, in der Schweiz fehlt so etwas noch. Und die Geodaten werden auch weiterhin von der Swisstopo gut behütet und teuer verkauft, während sich Arbeitsgruppen permanent Gedanken zu Tarifierungs- und Abrechnungssystemen machen.
Sehr gut an dem Modul fand ich auch die Tatsache, dass Themen aus vorhergehenden Modulen wiederaufgenommen wurden, so z.B. Projektmanagement oder (Geo-)Datenmodellierung. Mehrmaliges Befassen mit einem Thema führt jedenfalls bei mir in der Regel zu einem besseren Verständnis. Zudem wird dadurch die Vernetzung von verschiedenen Themen innerhalb der GIS-Welt gefördert.
Die Lernmaterialien und v.a. die Lektionstexte gehörten zum bisher besten dieses Studiengangs. Die Texte waren trotz der schwierigen Materie verständlich und nicht ausufernd. Zudem wurden jede Menge Links und Zusatztexte angeboten. Schliesslich ist es nicht notwendig, in diesem Modul eine Einführung in XML zu geben. Dazu gibt es im Netz sicherlich genug Ressourcen. Diese Lektionstexte finden sicherlich den Weg in meine Sammlung von Texten, die ich auch nach dem Studiengang noch aufbewahren und konsultieren werde.
Ich habe das auch das Gefühl, dass das Thema Interoperabilität in Zukunft ein wichtiges Thema in der GIS-Welt (und natürlich nicht nur dort) sein wird und dass ich in meiner weiteren Zukunft noch mehr als genug damit zu tun haben werde. Das was ich in diesem Modul gelernt habe, ist daher wahrscheinlich eine sehr gute Investition in die Zukunft.
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WMS-Server in der Schweiz - Teil 3

Der Kanton Genf hat scheinbar seine WMS-Server etwas umgestellt und neue URLs veröffentlicht. Damit sind die in Teil 1 dieser kleinen Serie gemachten Angaben nicht mehr korrekt. Der Kanton bietet nun vier WMS-Dienste an:
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=GeoCadastre_IMG&
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=GeoAmenagement_IMG&
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=GeoNature_IMG&
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=GeoRaster&
Diese Dienste machen eine ganze Reihe von verschiedensten Layern verfügbar. Diese reichen von Basisdaten (Pixelkarten, Orthophotos, DHM), über den Naturbereich (Grundwasservorkommen, Gewässernetz, Rebbaugebiete etc.) bis hin zu Gebäudeinformationen und Strassennetz. Auf der Homepage des Kantons sind alle URLs in einem unspektakulären Textfile zusammengefasst. Dort finden sich auch URLs zu ArcIMS-Servern.

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WMS-Server in der Schweiz - Teil 2

Vor ein paar Monaten habe ich in einem Post alle WMS-Dienste aus der Schweiz aufgelistet, die ich auffinden konnte. An der Tatsache, dass diese Dienste nicht ganz einfach zu finden sind, hat sich bis jetzt nichts geändert. Im Bereich der Kantone sind allerdings ein paar URLs dazugekommen. Gestern bin ich per Zufall auf die Seite der KKGEO (Konferenz der Kantonalen Geodaten-Koordinationsstellen und GIS-Fachstellen) hingewiesen worden. Dort findet sich auf der Seite zum Geodatenportal der Kantone ein Link auf einen Test-Viewer, mit dem man Geodaten (v.a. aus dem Bereich Gewässerschutz, Grundwasserschutz) verschiedener Kantone anschauen kann. Der Viewer ist offensichtlich eine Mapbender-Applikation, die von den Kantonen zur Verfügung gestellte WMS-Dienste konsumiert. Sieht man sich die Layer-Liste an, wird klar, dass einige Kantone dabei sind. Wenn man sich nun den HTTP-Verkehr z.B. mit TCPDump genauer anschaut (merci mm!), ist es auch möglich, die WMS-Adressen auszumachen. Die URLs sind sicherlich keine sehr stabilen URLs, da sich das ganze noch in einem Testbetrieb befindet, aber es zeigt doch immerhin, dass in Sachen WMS vorwärts gemacht wird:

Kanton Luzern:
http://www.geo.lu.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap/kkgeo_internet?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Solothurn:
http:/www.sogis1.so.ch/cgi-bin/sogis/sogis_ch?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Jura:
http://sitn.ne.ch//ogc-sitj-v1/wms?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Aargau:
http://www.ag.ch/agis/wms/com.esri.wms.Esrimap/kkgeo_geoportalAG?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Graubünden:
http://egeo.gr.ch//cgi-bin/wms/kkgeotest?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Zürich:
http://www.gis.zh.ch/scripts/kkgeowms.asp?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities
http://www.gis.zh.ch/scripts/mapserv.exe?map=e:\GISProg\UMN_Mapserver\KKGeo\kkgeo.map&WMS=KTZH&&VERSION=1%2E1%2E1&REQUEST=GetMap&SERVICE=WMS

Kanton Genf:
http://etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap/SSIG_wms_geneve?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Waadt:
http://cartoserver.vd.ch/ogcccgeo/wms?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities

Kanton Thurgau:
http://tgisnet.tg.ch/cgi-bin/gewschutz.wms?VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&REQUEST=GetCapabilities
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WMS-Server in der Schweiz

Der WebMapping-Standard WMS des Open Geospatial Consortium (OGC) ist mittlerweile etabliert und weit verbreitet. Vor allem in Nordamerika existieren recht viele, öffentlich zugängliche WMS-Server. Auch in Europa gibt es mittlerweile ein respektables Angebot. Wie sieht es aber in der Schweiz aus?

Die kurze Antwort: sehr mager!

Zuerst muss gesagt werden, dass es nicht ganz einfach ist, WMS-Server zu finden. Es gibt eine Reihe von Organisationen, die eine durchsuchbare Liste von WMS-Servern anbieten: Refractions Research, Mapdex, Skylab. Auch die Geo-Suchmaschine Geometa.info der Hochschule Rapperswil ermöglicht die Suche nach WMS-Servern. Schlussendlich kann man die WMS-Server auch ganz einfach in Google suchen. Dazu muss man einfach nach den Strings 'request=getcapabilities' bzw. 'request=capabilities' suchen. Die Bilanz dieser Suchaktion ist wie gesagt mager. Zwar gibt es in der Schweiz mittlerweile eine ganze Reihe von Webmapping-Angeboten des Bundes (ecoGIS, swisstopo-Geodatenviewer), der Kantone (ZH, SG/AI/AR, NE uvm.) und von Hochschulen (Hochschule für Technik Rapperswil), doch nur ganz wenige dieser Angebote sind auch als WMS-Dienst verfügbar. Mir bekannt sind folgende URLs:

Bundesamt für Umwelt:
www.ecogis.admin.ch/de/wms

Kanton Genf:
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=CGI_INTEGRAL
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=SSIG_amenagement_wms
etat.geneve.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=SSIG_wms_geneve
Es sind hier eine ganze Reihe von Layern verfügbar: u.a. Gewässerschutzzonen, Gewässer, Orthophotos, Landeskarte 1:25'000 etc. Noch mehr Layer sind über den ArcIMS-Server zu erhalten: etat.geneve.ch

Kanton Luzern:
www.geo.lu.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=geschuWMS
www.geo.lu.ch/wmsconnector/com.esri.wms.Esrimap?ServiceName=gbplan1 (Dieser Server liefert zwar eine GetCapabilities-Antwort, die Anforderung der einzelnen Layer funktioniert aber nicht). Weitaus mehr Layer sind hier über den ArcIMS-Server zu erhalten: www.geo.lu.ch

Kanton Neuenburg:
sitn.ne.ch/ogc-sitn/wms? (Dieser Server liefert zwar eine GetCapabilities-Antwort, die Anforderung der einzelnen Layer funktioniert aber nicht)

ETH Lausanne:
http://photpc17.epfl.ch/cgi-bin/wmsogc? Dieser Server läuft nur zu Demonstrationszwecken. Weitere Infos.

Hochschule für Technik Rapperswil:
webgis.hsr.ch/cgi-bin/trzo (Auch dieser Dienst ist momentan nicht funktionstüchtig)

Fürstentum Liechtenstein:

geodaten.llv.li/WMS (Das Angebot unserer Nachbarn ist nicht riesig, aber es funktioniert immerhin!)
Auch wenn mir bei dieser Suche sicher noch einige WMS-Server entgangen sind, muss ich doch festhalten, dass das Angebot an Schweizer WMS-Servern enttäuschend ist. Woran kann das liegen? Am mangelnden Bekanntheitsgrad der Technologie sicher nicht, schliesslich haben sich u.a. bereits die SOGI (SOGI-Bericht Geo-Webdienste) und das Aktionsprogramm e-geo (Anwendungsprofil Geodienste) mit dem Thema befasst. Wahrscheinlich -- ich spekuliere hier bewusst -- herrscht zur Zeit noch eine gewisse Angst oder ein Respekt vor einer angeblich 'unkontrollierten' Datenabgabe via WMS vor. Viele Kantone und Bundesämter bieten grosse Teile ihrer Daten ja bereits im Rahmen ihrer Webmapping-Portale frei an. Es ist daher nicht so, dass die Anbieter ihre Daten überhaupt nicht öffentlich machen wollen. Aber scheinbar ist die Schwelle vom Webmapping-Portal zu einem ergänzenden WMS-Server ziemlich hoch. Eine technologische Schwelle kann es nicht sein, da die meisten der eingesetzten Webmapping-Software (UMN Mapserver, ESRI ArcIMS) problemlos auch WMS-Abfragen bedienen können. Dies ist sehr schade, denn gerade mit WMS wäre es möglich, die Daten verschiedener (angrenzender) Kantone oder auch Gemeinden (oder anderer Anbieter) nebeneinander in einer einzigen Applikation zu betrachten. Gerade dies würde einen erheblichen Mehrwert gegenüber den bisherigen Webmapping-Portalen bedeuten.
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