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WMS-Server in der Schweiz - Teil 4

Der Kanton Solothurn ist dafür bekannt, im GIS-Bereich ganz auf Open Source zu setzen. Im WebGIS-Bereich wird z.B. auf Mapserver gesetzt. Da ist natürlich der Weg zu einem WMS-Angebot (zumindest technisch) nicht weit. Daher erstaunt es auch nicht, dass das WMS-Angebot des Kantons in vorbildlicherweise dokumentiert ist. Bemerkenswert ist auch die grosse Anzahl an verfügbaren Ebenen. Und auch die rechtliche Seite wird in den Lizenzbedingungen einfach und verständlich abgehandelt. Zudem ist der Datenbezug kostenlos. Ich glaube, dass sich ein Kanton mit einer solchen kostenlosen, unkomplizierten und gut dokumentierten Datenabgabe per WMS erstens ein positives Image schafft, zweitens einiges an Arbeit einspart (viele Anfragen werden damit automatisch beantwortet) und drittens keine Unmengen von Ressourcen für komplizierte Konzepte und Implementierungen in Bereichen wie Online-Tarifierung- und Authentifizierung einsetzen muss. Als Benutzer und Anwender freue ich mich über solche unkomplizierten Angebote. Eigentlich sollte es ein schweizweites Verzeichnis von solchen WMS-Angeboten (bei KOGIS? bei e-geo.ch? bei der KKGEO?) geben, damit der Vergleich zwischen den Kantonen gemacht werden kann.
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REST und GIS

Schon lange ist das REST-Konzept in der Internetwelt ein heiss diskutiertes Thema. Oft wird REST als einfachere Alternative zu den zahlreichen und komplexen Webservice-Standards (WS-*) propagiert. Was wirklich besser ist, muss wahrscheinlich im Einzelfall entschieden werden. Aber REST garantiert -- bei konsequenter Anwendung -- eine grössere Einfachheit und ebenfalls eine bessere Lesbarkeit.

Im Geoinformationsbereich wird REST nun auch langsam ein Thema. Zwar gibt es schon länger einige Anwendungen und Standards, denen nachgesagt wird, sie seien "RESTful". Doch wirklich RESTful sind diese meistens nicht. Ein Beispiel ist die REST-Api für die ArcWeb Services von ESRI. Bei genauerer Betrachtung der Dokumentation wird aber schnell klar, dass es sich hier nie und nimmer um einen RESTful Webservice handelt. Die einzelnen Ressourcen werden nicht via verschiedene URLs bezeichnet und die verschiedenen HTTP-Verben (GET, POST, PUT, DELETE) werden ebenfalls nicht verwendet. Stattdessen wird der Webservice einfach über eine relativ grosse Zahl an GET-Parametern bedient. Das ist keinesfalls RESTful. Gleiches gilt z.B. auch für den WMS-Standard. Auch hier wird der Server einfach via GET-Parameter gesteuert.

Zugegeben: einen wirklich RESTful Webservice oder Applikation zu erstellen, ist nicht ganz trivial. Aber gerade in den letzten Tagen haben zwei Pioniere gezeigt, was auch im GIS-Bereich mit REST erreicht werden kann. Da wäre einerseits die "Feature Demo" von Sean Gillies und andererseits der FeatureServer. Beide Dienste stehen natürlich in einem experimentellen Stadium, sie zeigen aber eindrücklich, was bereits jetzt im GIS-Bereich mit REST möglich ist. Mit Sicherheit ein Thema, das ich gespannt weiterverfolgen werde.
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