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UNIGIS-Modul 6: GIS-Interoperabilität

Mit der Abgabe der Lösungen zu Modul 6 habe ich von der Studienzeit (wahrscheinlich nicht vom Aufwand) her gesehen die Halbzeit erreicht. Thema dieses Moduls war die GIS-Interoperabilität. Ein Thema, das mich schon zuvor sehr interessiert und begeistert hat und das ist nach Absolvieren des Moduls immer noch so.
Im Rückblick kann ich sagen, dass dies aber auch das bisher anspruchsvollste und aufwendigste Modul war. Die Interoperabilitätswelt (nicht nur die im GIS-Bereich) ist sehr komplex. Dies hat in jüngster Zeit sicherlich auch dazu geführt, dass sich alternative Standards wie z.B. REST, GeoRSS, KML etc.
Auch im GIS-Bereich existiert eine ganze Menge an Konzepten und Standards, die sich mit Interoperabilität befassen. Die meisten stammen vom Open Geospatial Consortium (OGC), dessen Internetseite ich im Laufe des Moduls nicht wenige Male besucht habe. Behandelt wurden alle wichtigen Spezifikationen wie GML, WFS, WMS, SFS etc. Während ich z.B. den noch 'relativ' einfachen WMS-Standard (Webmapping) schon vorher gut gekannt hatte, konnte ich mich nun auch erstmals etwas vertiefter mit GML und auch WFS befassen. Zwei Standards, die für mich bisher als ungeheuer komplex galten. Doch das eingehende Befassen mit den Standards hat mir gezeigt, dass die Modularität von GML auch relativ einfache Schemas ermöglicht und damit durchaus anwendbar wird.
Nicht nur die Ebene der Standards wurde angesprochen sondern auch die Ebene der Implementierung, vorwiegend am Beispiel der (nationalen) Geodaten-Infrastrukturen (N)GDI. Hier hat sich bestätigt, was ich auch schon durch meine Arbeit im BAFU beobachtet habe. In der Schweiz existieren zwar sehr viele Arbeitsgruppen, Konzepte, Berichte und sogar ein Gesetzesentwurf zum Thema GDI, mehr vielleicht als im Ausland. Aber an Implementierungen mangelt es noch sehr stark. In Deutschland wie in Österreich existieren bereits vernetzte Geoportale, in der Schweiz fehlt so etwas noch. Und die Geodaten werden auch weiterhin von der Swisstopo gut behütet und teuer verkauft, während sich Arbeitsgruppen permanent Gedanken zu Tarifierungs- und Abrechnungssystemen machen.
Sehr gut an dem Modul fand ich auch die Tatsache, dass Themen aus vorhergehenden Modulen wiederaufgenommen wurden, so z.B. Projektmanagement oder (Geo-)Datenmodellierung. Mehrmaliges Befassen mit einem Thema führt jedenfalls bei mir in der Regel zu einem besseren Verständnis. Zudem wird dadurch die Vernetzung von verschiedenen Themen innerhalb der GIS-Welt gefördert.
Die Lernmaterialien und v.a. die Lektionstexte gehörten zum bisher besten dieses Studiengangs. Die Texte waren trotz der schwierigen Materie verständlich und nicht ausufernd. Zudem wurden jede Menge Links und Zusatztexte angeboten. Schliesslich ist es nicht notwendig, in diesem Modul eine Einführung in XML zu geben. Dazu gibt es im Netz sicherlich genug Ressourcen. Diese Lektionstexte finden sicherlich den Weg in meine Sammlung von Texten, die ich auch nach dem Studiengang noch aufbewahren und konsultieren werde.
Ich habe das auch das Gefühl, dass das Thema Interoperabilität in Zukunft ein wichtiges Thema in der GIS-Welt (und natürlich nicht nur dort) sein wird und dass ich in meiner weiteren Zukunft noch mehr als genug damit zu tun haben werde. Das was ich in diesem Modul gelernt habe, ist daher wahrscheinlich eine sehr gute Investition in die Zukunft.
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WebMapping-Applikationen der Bundesverwaltung

Mittlerweile verfügt der Bund über eine gewisse Anzahl an WebMapping-Applikationen (ecoGIS, swisstopo-Geodatenviewer, Erdbebenkarte etc.) und nun auch das IVS. All diese Applikationen sind wild in den Internetauftritten der Bundesverwaltung verstreut. Wäre es nicht sinnvoll, an einer zentralen Stelle (z.B. bei KOGIS) zumindest eine Liste all dieser Applikationen zu führen? Von einem Geoportal mit vernetzten Geodaten und föderierten WMS- und WFS-Diensten wage ich gar nicht zu träumen. Obwohl dies in Deutschland und Österreich schon seit längerem möglich ist!
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Das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz

Das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) hat neu auch eine WebMapping-Applikation im Angebot. Das IVS fasst alle Verkehrswege von historischer Bedeutung in einem Inventar zusammen. Was liegt da näher, als dieses Inventar auch via eine WebMapping-Applikation zugänglich zu machen, die im Webauftritt des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) zu finden ist. Die Applikation ist im Layout und im User-Interface den anderen WebMapping-Applikationen des Bundes ähnlich und wird sehr wahrscheinlich auch auf derselben Technologie basieren (Mapserver, Cartoweb). Da mich das Thema historische Verkehrswege interessiert, werde ich in Zukunft sicher ab und zu mal darin rumschmökern. Es ist faszinierend zu sehen, welche alten Verkehrswege noch erhalten sind und wie heutige Verkehrswege immer noch denselben Spuren folgen wie ihre z.T. jahrhundertealten Vorgänger. Ein Blick in das IVS lohnt sich auf jeden Fall.




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